Review: Crow Killer – The Saga of Liver-Eating Johnson

Das übliche Ensemble auf meinem Nachttisch. Nicht auf dem Bild: Diverse halbvolle Wasserflaschen...

Das übliche Ensemble auf meinem Nachttisch. Nicht auf dem Bild: Diverse halbvolle Wasserflaschen…

Man liest ja immer wieder, etwas Belletristik vor dem Schlafengehen sei eine tolle Idee und würde viel für die Schlafqualität tun, dementsprechend lege ich mir gern ein gutes Buch auf den Nachttisch und lese noch ein paar Seiten, bevor ich rasant in einen tiefen Schlaf falle. Auf diesem Bild von Magpul Core entdeckte ich das Buch “Crow Killer” und kaufte es kurze Zeit später auf Amazon.

Die Geschichte von “Liver Eating-Johnson” spielt im 19. Jahrhundert in den Bergen des Old West. Johnson war einer der letzten Mountain Men, zu deutsch gern Trapper genannt, also ein wahrer Abenteurer, der sein Leben draußen verbrachte. Die Geschichten dieser Männer sind an sich faszinierend genug, John Johnson allerdings geschah ein großes persönliches Unglück, seine Frau wurde von einer Gruppe Crow-Indianer getötet als er auf Reisen war, und er schwor Rache. Das besondere an seiner Rache steckt bereits in seinem Spitznamen: Er aß die Lebern der von ihm getöteten Crow, da sie dort den Sitz der Seele vermuteten…

“Crow Killer” ist der Versuch, das Leben des “Leberessers” nachzuvollziehen und dies größtenteils anhand von Interviews mit oder Berichten von Menschen, die Johnson noch persönlich gekannt haben. Ich bin kein großer Fan des Trends oral history in der Geschichtswissenschaft, in diesem Buch ergibt diese Methode jedoch ein sehr rundes Ganzes, das sich wirklich gut liest.

Das Buch erschien zuerst 1958, etliche Jahre also bevor man im großen Stil darüber nachdachte, was man über den Old West so schreiben kann und soll, und wie man seine Gedanken ausdrückt. Für Zartbesaitete ist das Buch ohnehin nicht geeignet, wer etwas Blut gut ab kann, aber dafür Indianer nicht rassistisch tituliert wissen möchte, auch dem würde ich von der Lektüre abraten. Zusätzlich dazu sollte der Leser recht gut Englisch verstehen, die Umschreibungen der verschiedenen Dialekte sind nicht immer einfach zu verstehen.

Wer sich all das zutraut und Interesse hat, eine wirklich unglaubliche Geschichte zu lesen, die so oder so ähnlich tatsächlich stattgefunden hat, dem kann ich “Crow Killer” nur empfehlen. Für Abenteuer, tolle Messer, Anregungen fürs Kochen und viel Gewalt kann ich garantieren!

Crow Killer auf Amazon.

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