Review: Sling Trainer von eaglefit

Bag containing a sling trainer

In diesem Beutel befindet sich ein mobiles Fitnessstudio

Sling Trainer, auch Suspension Trainer oder Schlingentrainer genannt, sind seit einigen Jahren aus dem “funktionalen” Training nicht mehr wegzudenken. Das Konzept ist einfach, eigentlich braucht man nur ein Seil oder ein Band in richtiger Länge, einen Punkt zum Aufhängen und zwei Haltegriffe und/oder Schlingen zum Festhalten. Eben weil dieses Konzept so einfach ist, gibt es Sling Trainer von endlos vielen Herstellern und es versuchen sich nicht wenige Sparfüchse auch im Eigenbau. Ich persönlich wurde mich nur sehr ungern in einen von mir zusammengeschusterten Sling Trainer hängen, dementsprechend war ich auf der Suche nach einem guten Sling Trainer. Der deutsche Hersteller eaglefit war so gut, mir einen seiner Trainer zum Ausprobieren zuzusenden. Ich bin mehr als zufrieden.

Wofür ein Sling Trainer?

Seitdem vor guten zehn Jahren ein ehemaliger SEAL den ersten Sling Trainer auf den Markt gebracht hat, sind sie ein echter Fitnesshype geworden. Die Geräte selbst sind, wie ich ja schon beschrieben habe, recht simpel und dementsprechend leicht und mobil. Man kann die Sling Trainer für eine Vielzahl von Übungen mit dem eigenen Körpergewicht nutzen, ein großer Pluspunkt ist die große Belastungsvariabilität, indem man den Winkel des eigenen Körpers zum Sling Trainer verändert, zum Beispiel indem man die Füße anders platziert, kann man jede Übung beinahe beliebig leichter und schwieriger gestalten, so kann mit einem Sling Trainer ohne Umbaupause ein Anfänger ebenso wie ein fortgeschrittener Trainierender arbeiten. Übungen mit dem Sling Trainer gibt es für jedes Körperteil und jeden Muskel, Vorschläge für das Training findet man im Internet und sie liegen jedem guten Schlingentrainer bei.

Ein weiterer Pluspunkt für das Schlingentraining ist, dass der Körper sich bei den Übungen unentwegt stabilisieren muss. Anders als etwa beim Training an einer Maschine bearbeitet man nicht nur eine ausgewählte Gruppe von Muskeln, sondern balanciert sich gleichzeitig aus und fordert auch Muskelgruppen, die in einer Übung nicht direkt angesprochen werden, die aber zur Stabilisierung nötig sind. Den allgemein beliebten core, die Muskulatur des Rumpfes also, trainiert man im Sling Trainer immer.

Der Sling Trainer light von eaglefit

Ich hatte das Glück, von eaglefit einen ihrer Sling Trainer light zugeschickt zu bekommen. Schon beim ersten Auspacken wurde mir klar, dass es sich bei diesem Produkt um einen qualitativ sehr hochwertigen Sling Trainer handelt. Das Modell “light” wird von eaglefit als besonders leicht und trotzdem stabil angepriesen. Tatsächlich passt der Sling Trainer komplett in einen recht kleinen Packsack, und mit einem Gewicht von etwa 900g all inclusive findet er problemlos in jeder Sporttasche Platz. Im Lieferumfang enthalten ist ein Übungsposter, der Packsack, eine Umlenkrolle, dank der sich mit dem Sling Trainer sogar noch mehr Übungen ausführen lassen, ein “Längenversteller” der auch zur Befestigung dient, sowie der Sling Trainer selbst, bestehend aus 220cm Faserseil mit 8mm Dicke und zwei gepolsterten Griffen mit Fußschlaufen. Ich habe mir noch einen sogenannten Türanker dazu bestellt, aber dazu später mehr.

Mit dem Sling Trainer light kann man sofort loslegen, man braucht nur einen stabilen Ast, einen Querbalken, ein Gerüst oder etwas vergleichbares, um daran den Sling Trainer zu befestigen. Das geht recht simpel, man wirft einfach das Befestigungsstück über, zum Beispiel, den Ast, zieht es dann durch die Schlinge am Ende, zurrt das Ganze fest und stellt dann die passende Länge ein. Der Sling Trainer kann auf eine Länge zwischen 170cm und 275cm eingestellt werden. Anschließend führt man das Seil des Trainers durch die Umlaufrolle, hakt diese im Karabinerhaken fest und los geht’s.

Die Griffe des Sling Trainers light sind sehr angenehm, nicht zu stark gepolstert, was das Greifen schwerer machen würde, gleichzeitig aber auch nicht zu hart, was Druckstellen hinterlassen könnte. Die Fußschlaufen sind großzügig, so dass man auch mit Sportschuhen noch problemlos hineinschlüpfen kann.

Der Sling Trainer light ist bis 160kg belastbar, und das merkt man auch. Selbst bei ordentlicher Belastung knarzt nichts, es verschiebt sich nicht versehentlich der Längenregler und die Griffe machen keinerlei Anstalten, zu brechen. Die Nähte sind allesamt makellos, aber das möchte man auch erwarten dürfen, wenn man sich an das Training mit einem solchen Gerät heranwagt.

Der Türanker

Für das Training zuhause, wo zumindest ich keinen Ast oder sonstige Befestigungsmöglichkeiten habe, bietet eaglefit einen Türanker an. Dieser Türanker wird zwischen Tür und Rahmen geklemmt. Auf der einen Seite befindet sich der zum Sling Trainer passende Karabinerhaken, auf der anderen Seite ein festes, aber gepolstertes Element, das sicherstellt, das der Türanker die Tür nicht beschädigt und gleichzeitig sicher und fest sitzt. Die Länge des Gurtbandes passt perfekt zur Höhe der (Neubau-)Türen in meiner Wohnung. Man muss natürlich darauf achten, den Türanker immer genau so zu befestigen, dass die Tür nicht aufgezogen wird, hält man sich an diese sehr simple Regel, dann ist der Türanker bombenfest, wenn die Tür es erlaubt.

Ich benutze den Türanker sehr gerne nicht nur zum Training mit dem Sling Trainer sondern auch zum Befestigen von Widerstandsbändern aus Gummi, etwa zum Mobilitätstraining.

Mein Fazit

Ich habe den Sling Trainer light seit mehreren Monaten regelmäßig in Benutzung. Im Italienurlaub erlaubte eine Querstange aus Metall es mir, den Sling Trainer im Wohnzimmer unserer Ferienhauses anzubringen und dort jeden Tag eine kleine Einheit mit dem Sling Trainer durchzuführen. Im Gepäck fiel der Sling Trainer kaum auf, er nimmt etwa soviel Platz weg wie ein Pullover. Im Urlaub die oft erzwungene Sportpause zu umgehen war großartig, nicht zuletzt weil das italienische Essen so auch am Bizeps ansetzte und nicht nur am Bauch…

Zuhause ersetzt der Sling Trainer nicht mein Training an der Langhantel. Zwar lässt sich die Intensität der Übungen mit dem Sling Trainer gut variieren, eine Kniebeuge mit 150kg allerdings kann ich am Sling Trainer nicht nachahmen. Ich nutze den Sling Trainer aktuell als Zusatz zu meinem anderen Training, entweder im Ausdauertraining oder als zusätzliches Training, gerne auch für die beach muscles.

Auch im eigenen Wohnzimmer nimmt der Sling Trainer nur sehr wenig Platz weg und er kann dank des Türankers extrem schnell auf- und wieder abgebaut werden.

Ein Problem, das alle Sling Trainer haben ist allerdings, dass man sich bei richtig ausgeführten Liegestütz im Sling Trainer gerne die Oberarme aufreibt. Mir ist das im Urlaub passiert, als ich an einem Morgen dachte, 200 Liegestütz im Sling Trainer machen zu müssen. Dabei entstanden auf beiden Oberarmen, knapp über den Ellbogen eine wunde Stelle von der Größe eines 2€-Stücks. Diese Wunden bluteten nicht, waren nicht schmerzhaft oder unangenehm, aber sie sehen doof aus und brauchen relativ lange um komplett zu verheilen. Wer also ebenso einen Liegestütz-Marathon im Sling Trainer plant, dem würde ich zu einem Sweatshirt raten, auch wenn es warm ist.

Alles in allem ist der Sling Trainer light von eaglefit ein sehr gelungenes Produkt. Er ist leicht, vielseitig anwendbar, seine Qualität ist über alle Zweifel erhaben, was bei einem Sling Trainer ein absolutes KO-Kriterium ist, und zusammen mit einem Türanker erhält man ein sehr praktisches Trainingstool für daheim. Zusätzlich dazu kann man bei eaglefit den eigenen Sling Trainer farblich nach den eigenen Wünschen gestalten. Wer also eine Alternative zu Liegestütz und Burpees im heimischen Wohnzimmer sucht, viel unterwegs ist oder Zeit in Hotelzimmern totschlagen muss, oder auch im Urlaub nicht auf Sport verzichten möchte, dem kann ich die Sling Trainer von Eaglefit nur empfehlen.

Disclaimer: Auch wenn Hersteller oder Anbieter eines Produktes ihre Produkte kostenfrei oder vergünstigt an mich abgeben bedeutet das für mich nicht, dass ich sie positiv besprechen muss. Ich beurteile jedes von mir besprochene Produkt nach bestem Wissen und Gewissen.

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