Ode an den Kaffee

Hallo, mein Name ist M. und ich habe ein Problem mit Kaffee. Nein, eher ohne Kaffee, wenn ich ehrlich bin.

Kaffee ist ein fester Bestandteil des Alltags für viele Menschen, nach dem Aufstehen, “auf Arbeit”, zum Nachmittag mit einem Stück Kuchen, beim Lernen, vor dem Sport, nach dem Essen oder auch abends vor dem Fernseher ist er nicht mehr wegzudenken. Wie so oft bedeutet aber, dass viele etwas tun, nicht, dass sie es auch gut tun. Viel zu viele Menschen kochen schlechten Kaffee und noch mehr Menschen trinken diesen schlechten Kaffee dann auch. Das gilt es zu ändern, finde ich. Und ich setze auf Aufklärung…

Seit über 500 Jahren trinken Menschen Kaffee, wie genau man auf die Idee gekommen ist, die kirschenartigen Früchte des Kaffeestrauchs erst zu rösten, dann zu mahlen und schließlich mit heissem Wasser aufzugießen, wird wohl ein skurriles kleines Geheimnis des Weltgeists bleiben. Das Wesen des Getränks Kaffee hat sich seit dem ersten Aufguss, vermutlich irgendwo in Afrika, eigentlich nicht geändert. Natürlich haben die Brühmethoden sich verändert und aus dem Rösten wurde eine kleine Wissenschaft, aber Kaffee bleibt trotzdem ein bräunliches Gebräu mit Bitternote, das in uns frische Energien freisetzt.

Da es sich bei Kaffee um ein Naturprodukt handelt, schmeckt Kaffee nicht einfach wie Kaffee. Verschiedene Arten und Sorten sorgen für andere Aromen, das wird noch verstärkt durch Röstung und Brühmethode, und selbst Faktoren wie der Jahrgang oder die Herkunft eines Kaffees, und damit verschiedene klimatische Bedingungen oder verschieden zusammengesetzte Böden, können einen großen Unterschied machen. Diese Variabilität erlaubt es uns, ähnlich wie bei Wein oder Whisky, unseren eigenen Geschmack zu finden und unsere Kaffeewahl daran zu orientieren.

Zugegebenermaßen, man trinkt häufiger Kaffee als Wein, oder zumindest wäre es eine gute Idee, und da Kaffee im Allgemeinen nicht als exquisites Genussmittel wahrgenommen wird, ist man nur sehr selten mit einer “Kaffeekarte” konfrontiert, sondern bekommt meistens einfach “einen Kaffee”. Man kann durchaus die Entscheidung treffen, ein Kaffee-Snob zu werden, nur noch in ausgewählten Kaffee-Bars Kaffee trinken und jedem Gastgeber einen langen Vortrag über wirklich guten Kaffee aufzwingen, aber ich persönlich verabscheue solcherlei Avancen. Bei Oma wird getrunken, was auf den Tisch kommt, allerdings ist es kein Problem, zu kontrollieren was für Kaffee wir in den eigenen vier Wänden kochen.

Hat man sich entschieden, zuhause guten Kaffee kochen zu wollen, ist man mit einigen schwierigen Entscheidungen konfrontiert: Was für Bohnen kaufe ich? Wie mache ich den Kaffee? Und was für Kaffee will ich eigentlich kochen?

Ich behaupte nicht, allgemeingültige Antworten auf diese Fragen zu geben, möchte aber meine Methoden und die Gedanken dahinter in den nächsten Wochen hier vorstellen. Mein Anspruch an meine persönliche Kaffeekultur ist, dass ich mit relativ einfachen Mitteln, einfach nicht nur in der Bedienung sondern auch in Anschaffung und Preis, guten Kaffee machen können will, ohne dafür extrem viel Zeit und Mühe aufbringen zu müssen.

Auf meinem Blog werde ich in den nächsten Wochen vorstellen, wie ich Kaffee koche, stelle die Kaffees verschiedener Röster vor und versuche auch sonst etwas Klarheit in die mittlerweile völlig esoterische Kaffeewelt zu bringen.

 

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2 thoughts on “Ode an den Kaffee

  1. Moin Martin,

    Ich gehöre auch zu den Kaffeetrinkern und bin gespannt, was Du noch für Aspekte beleuchten wirst. Solltest Du zum Themenbereich Kaffee und Sport etwas machen wollen, möchte ich einen Blogbeitrag von uns zu dem Thema als Inspiration vorschlagen:
    https://www.aerobis.com/de/blog/nutrition/tutorial-thursday-45-kaffee-coffee

    Vielleicht machst Du ja auch was zu Cold Brew Coffee? Hast Du davon schon gehört? Ich habe es bisher noch nicht ausprobiert, werde es aber auf jeden Fall tun.

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  2. Cold Brew werde ich sogar einen ganzen Artikel, inklusive Rezept, widmen. Ich bin seit diesem Sommer wirklich überzeugt.
    Und euer Artikel fasst die physiologische Seite des Kaffeetrinkens wirklich schön zusammen, daraus werde ich zeitnah noch zitieren… 🙂

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