Review: Helikon Bandicoot

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EDC-Loadout in der Helikon Bandicoot

Bauchtaschen oder hip bags sind schon lang nicht mehr nur für Touristen, Fußballhooligans und Crustpunks da, sie setzen sich immer mehr bei allen durch, die regelmäßig viel Krempel mitschleppen müssen oder wollen.

Das Konzept ist dabei eigentlich sehr simpel, manchmal kommen Hersteller aber trotzdem auf gute Ideen und verbessern ein klassisches Produkt sogar noch, genau das ist der Fall bei der Helikon Bandicoot.

Die Helikon Bandicoot gehört zu den etwas größeren EDC-Bauchtaschen, ganz vorne auf der Tasche befindet sich ein großzügiges Klettpanel, das, wenn auf Patches verzichtet wird, das Helikon-Chamäleon, welches dort eingestickt ist, zeigt, direkt dahinter ist ein kleines, flaches Fach mit wasserdichtem Reißverschluss, in dem ich ein Feuerzeug, ein SAK, mein iPhone-Ladekabel und mein ESEE Izula verstaue. Viel mehr passt nicht in dieses Fach, aber so gepackt beult es die Tasche auch noch nicht aus.

Das Hauptfach der Bandicoot lässt sich mit dem umlaufenden Reißverschluss komplett öfnnen (clamshell design), so dass man auch an alles verstaute kommt. Zur Außenseite hin befindet sich ein kleines Fach für flache Dinge wie Papiere, QuikClot oder Pflaster, das mit etwas Netzgewebe versehen ist, so dass man den Inhalt problemlos sehen kann. Auf der anderen Seite des Faches befindet sich Klettflausch und daran eine Art Organizer-Einsatz aus elastischem Textil, das auf der Rückseite Kletthaken hat und dementsprechend recht fest in der Tasche verankert werden kann. Der Einsatz bietet mit seinen elastischen Schlaufen Platz für diverse EDC-Gegenstände, in meinem Fall ein Messer, ein Multitool, eine Lampe und etwas Erste Hilfe-Material. Braucht man diesen Inhalt, zum Beispiel beim Heimwerken, kann man den Einsatz einfach aus der Tasche ziehen und hat alles zur Hand. Extrem praktisch.

Auch wenn man den Organizer-Einsatz füllt, bleibt noch problemlos genug Platz um zum Beispiel ein Paar Handschuhe in die Tasche zu packen, wofür manch einer also einen kleinen Rucksack braucht, das kann ich in meiner Hüfttasche unterbringen.

Auf der zum Körper gewandeten Seite befindet sich ein drittes Fach, in dem man Geld oder Papiere recht zugriffssicher verwahren kann, ich trage dort für gewöhnlich meinen Kamm.

Der Gurt der Bandicoot ist gut auf die passende Größe einzustellen, kann aber auch komplett abgenommen werden. Die Tasche ist dann entweder ein Organizer, oder aber man nutzt den “Durchgang” vor dem letzten Fach um die Tasche auf den Hüftgurt eines Rucksacks, einen Taschentragegurt oder etwas ähnliches zu schieben. Die Bandicoot kann so sehr vielseitig genutzt werden und man hat problemlos Zugriff, auch wenn man einen großen Rucksack trägt oder im Auto sitzt.

Alles in allem ist die Helikon Bandicoot ein kleines Platzwunder, das nicht übermäßig aufträgt und nicht von einer Bauchtasche von Karstadt zu unterscheiden ist, wenn man nicht gerade seinen “Pork Eating Crusader”-Patch anbringt.

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8 thoughts on “Review: Helikon Bandicoot

  1. Bauchtasche? Das gibt ein komisches Bauchgefühl. 😉

    Aber das Ding macht Sinn, wenn man wenig mitnehmen möchte und der Rucksack ein Overkill wäre. Der Organizer ist klasse. Für den Preis durchaus einen Versuch wert.

    Hast Du eine Bezugsquelle, die nicht nur Oliv führt?

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  2. Heute ist meine Bandicoot in Grau reingekommen. Macht einen gut verarbeiteten und soliden Eindruck. Die Fastex-Schnalle kann aus meiner Sicht aber nicht ganz mithalten; Farbe und Textur “stimmen” nicht so ganz.

    Für kurze Zeit spukte mir die Frage durch den Kopf, ob es nicht ein cooles Feature wäre, wenn man nicht nur den Gurt, sondern auch die Schnalle abnehmen könnte und umgekehrt wieder anbringen könnte. Nicht nur für Linkshänder wäre es bestimmt nicht schlecht, sondern auch für Rechtshänder, die die Tasche rechts tragen und auch in dieser Position anlegen wollen. Dafür müsste aber die Befestigung der Schnalle geändert werden. Aber die ist gerade so wie sie ist m.E. sehr gut gelöst. Eine Beidhändigkeit könnte erreicht werden, wenn der Gurt an beiden Seiten jeweils eine Schnalle hätte. Was meinst Du?

    Auch wenn erst die kommenden Wochen zeigen werden, wie ich die Tasche nutzen werden, so glaube ich schon jetzt, dass sie ein guter Kauf ist.

    Daher Danke für Deinen Review, der mir den Anstoß für den Kauf gegeben hat.

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    • So eine kleine Farbdiskrepanz ist natürlich ärgerlich, kenne ich aber leider von vielen Herstellern. Der Unterschied zwischen coyote und coyote ist manchmal wirklich beachtlich, wenn man verschiedene Hersteller vergleicht…
      Zwei Schnallen am Gürtel würden tatsächlich die Bedienung erleichtern, gleichzeitig wären es aber auch zwei potentielle Schwachpunkte, und Plastikschnallen haben manchmal wirklich kein leichtes Leben, gerade wenn sie viel beansprucht, geöffnet und geschlossen werden. Eine Linkshänder- und eine Rechtshänder-Option azubieten ist für Helikon vermutlich zu teuer, könnte das Problem aber beheben.
      Mit etwas Glück gibt es nächstes Jahr eine Bandicoot II, mal sehen was Helikon sich dafür einfallen lässt!

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      • Übrigens habe ich heute erfahren, dass die neue Version der Bandicoot tatsächlich für Links- und Rechtshänder gemacht ist!
        Schnalle und andere Gürtelseite können jeweils an beiden Seiten befestigt werden, man muss sich also nur entscheiden.

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      • Argh, ist das dann die Bandicoot Pro oder die Bandicoot (Mid 2017) oder einfach nur die iBandicoot II? >;->

        Anders als bei Elektonikkram ist ja bei Bauchtaschen der Upgrade-Druck nicht so groß. Außer man ist Linkshänder… 😉

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      • Fun Fact: Ich habe gestern realisiert, dass auch die Bandicoot 1.0 bereits für Linkshänder umgesetzt werden kann! Man kann die Schnalle vom MOLLE-artigen Gurtband vorsichtig lösen, in den Schnallen sind dafür zwei kleine Schlitze, und dann auf der anderen Seite wieder befestigen. Der Haken kann auch an beiden Seiten befestigt werden.

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